Was ist wenn...?

Diese Frage sollte man sich nicht erst stellen, wenn es zu spät ist – denn Ihr Tier kann leider auch aufgrund eines Unfalls oder einer schweren Krankheit akut versterben.

Je nach Jahreszeit ist es dann von Vorteil, wenn Sie bereits wissen, wie Sie sich den Verbleib des Tieres vorstellen. Sonst werden in dieser stressigen Situation Entscheidungen aus Zeitnot oder Mangel an Alternativen gefällt, die Sie später bereuen könnten.

Haben Sie immer Ihren Plan parat – umso leichter werden Sie dann mit Ihrer Entscheidung umgehen können. Da es nicht jedem Menschen möglich ist, ein Tier im Garten zu begraben, ist es oft notwendig, sich über die möglichen Alternativen zu informieren.

Wenn Ihr Tier verstirbt, haben Sie folgende Möglichkeiten:

Wenn Sie Ihr Tier ohne besondere Wünsche bei Ihrem Tierarzt zurück lassen, ist dieser gesetzlich verpflichtet, sich um die Entsorgung des Tierkörpers zu kümmern. Dies passiert in der Regel über die sogenannte Tierkörperbeseitigung. In der Tierkörperbeseitigung wird Ihr Tier mit anderen Tieren zu einem Fleischbrei verarbeitet und durch Drucksterilisation erhitzt. Proteine und Fette werden voneinander getrennt und können später in der Industrie als Kraftstoff verwendet werden.

Dies ist einerseits nachhaltig, aber für viele Tierhalter kein schöner Gedanke.

  • Erdbestattung

Die Erdbestattung eines Tieres ist in den deutschen Bundesländern unterschiedlich geregelt und teilweise sogar ganz verboten. Das Grab muss in der Regel mind. 50 cm tief sein und ist nur im eigenen Garten bzw. mit Erlaubnis des Grundstückeigentümers (bei Mietern) oder auf einem zugelassenen Tierfriedhof erlaubt – ausgenommen sind Wasserschutzgebiete oder Gräber in direkter Lage zu Wegen & Straßen. Der Tierkörper zerfällt durch natürliche Verwesung.

Ein Vorteil der Erdbestattung ist, dass Sie Ihr Tier immer in Ihrer Nähe haben. Allerdings ist das Mitnehmen z.B. bei einem Umzug schwierig bzw. unmöglich.

Beim Kremieren wird das Tier in einen 850-900 Grad Celsius heißen Schamottesteine-Ofen gelegt. Der Tierkörper zerfällt innerhalb 1-2 Stunden durch die Einwirkung der Hitze (nicht durch direkte Flammen) zu Asche. Die Asche kann dann dauerhaft verwahrt, erd- oder seebestattet, bzw. in der Natur verstreut werden.

So sind Sie völlig flexibel beim Verbleib der Asche.